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Delphi-Studie "Die Zukunft der Stammzellforschung in Deutschland"

Die Delphi-Studie zeigt das Ergebnis einer Umfrage unter Wissenschaftlern aus Grundlagenforschung, Industrie, der philosophisch-ethischen Begleitforschung und Klinikern zur Zukunft der Stammzellforschung in Deutschland auf. Sie wurde von der Arbeitsgruppe "Bioethik und Wissenschaftskommunikation" am Max-Delbrück-Zentrum für Molekulare Medizin (MDC), Berlin, in Kooperation mit der Programmgruppe Mensch, Umwelt, Technik (MUT) am Forschungszentrum Jülich (FZJ) durchgeführt.

Als "ausgesprochen wünschenswert" beurteilen die befragten Experten die Entwicklungen im Bereich der Forschung mit adulten Stammzellen. Etwa 90 % der Wissenschaftler gehen davon aus, dass die meisten Grundlagenfragen zu Stammzellen in den nächsten 11 - 20 Jahren beantwortet sein werden und medizinisch-therapeutische Anwendungen dann optimiert werden können (33).

Erste breite Einsatzmöglichkeiten für Stammzelltherapie werden in den Bereichen koronare Herzerkrankung und Diabetes mellitus erwartet. Die Stammzell-Behandlung von Patienten mit Multipler Sklerose kann in 11 - 15 Jahren zu erreichen sein. Der erfolgreiche Einsatz humaner Stammzellen zur Regeneration der Nervenfasern bei Querschnittslähmungen wird ebenfalls überwiegend in 11 - 15 Jahren erwartet. Die Verhinderung bzw. Verzögerung von Morbus Alzheimer durch den Einsatz humaner Stammzellen scheint der Mehrheit der befragten Experten in 11 - 20 Jahren machbar (33).

Abbildung 8: Delphi-Studie: Perspektiven der Stammzellforschung (33).