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Stammzellen in der regenerativen Medizin

Die regenerative Medizin befasst sich mit der Reparatur bzw. dem Ersatz von verletzten oder kranken Geweben und Organen. In der Entwicklungsbiologie kennt man das Phänomen der Epimorphose. Es bezeichnet die Fähigkeit von Amphibien und manchen Reptilien, verlorengegangene Gliedmaßen, Augen und auch Teile von inneren Organen durch Stammzell-Proliferation vollständig neu zu bilden.

Abbildung 6:
Das Amphibium Axolotl verfügt über eine phänomenale Fähigkeit zur Stammzellproliferation. Bei Verlust einer Extremität kann diese in 70 Tagen vollständig regeneriert werden.

Bei den Wirbeltieren ist diese Fähigkeit weitgehend verlorengegangen. Aber auch in unserem Körper werden täglich billionenfach alte Zellen dank autochthoner oder zirkulierender Stammzellen durch neue ersetzt (9). Diese Regenerationsfähigkeit ist organspezifisch sehr unterschiedlich. Während bei Wechselgeweben, wie Haut und Schleimhäuten, Defekte schnell und effizient "repariert" werden, erleiden hoch differenzierte Organe, wie Herz, Gehirn oder Nieren häufiger irreversible Schäden. Auch physiologische Alterungsprozesse wie etwa die generalisierte Arteriosklerose scheinen weitgehend die Folge einer verminderten Funktionalität gealterter Stammzellen zu sein (27, 28).