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Transdifferenzierung und Dedifferenzierung

Im Tiermodell wurde gezeigt, dass auch somatische Zellen sich wandeln können: aus Neuronen oder Muskelzellen können Blutzellen entstehen und aus Hautzellen Nervenzellen (20). Diese Umwandlung von Zellen, die einem der drei Keimblätter angehören, in eine Zelle eines anderen Keimblatts nennt man Transdifferenzierung.

Abbildung 4:
Im Tiermodell wurde nachgewiesen, dass aus Neuronen- oder Muskelzellen Blutzellen und aus Hautzellen Nervenzellen transdifferenzieren können (20).

Eine Arbeitsgruppe vom Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden konnte am Tiermodell zeigen, dass sich Zellen auch wieder zu unreiferen Stadien zurück entwickeln können. Im intakten Muskel sind mehrere Einzelzellen zu einer Riesenzelle, der Muskelfaser miteinander verschmolzen. Die Arbeitsgruppe beschrieb, dass die Muskelfasern in Mäuseschwänzen nach Verletzung in etwa ein Dutzend Einzelzellen zerfielen. Die Muskelzellen gingen ein Stück ihres Entwicklungsweges zurück, sie dedifferenzierten (14, 20).