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Qualitäts- und Quantitätsprüfung

Aus dem mütterlichen Blut und dem NSB werden Infektionsmarker und HLA-Merkmale bestimmt. Die Auswahl der zu untersuchenden Laborparameter ist in den Richtlinien der Bundesärztekammer und des Paul-Ehrlich-Instituts (20) sowie in den Richtlinien zur Transplantation von Nabelschnurblut (21) aufgeführt.

In den Richtlinien zur Transplantation von Nabelschnurblut (21) wird ebenfalls empfohlen, dass mindestens 60 ml Nabelschnurblut aufbereitet werden sollten. Aber auch die Aufbewahrung kleinerer Volumina kann sinnvoll sein. Experten des New York Blood Center und der Duke University in Durham konservieren alle Einheiten mit einem Mindestvolumen von 40 ml, da auch kleine Einheiten perfekt geeignete Transplantate für Kinder darstellen können (22).

Neben dem Volumen wird auch die Anzahl der kernhaltigen Zellen im NSB bestimmt. Da zwischen dem Volumen des NSB-Präparates und seiner Anzahl CD34-positiver Zellen keine strenge Korrelation besteht (23), hat man sich für den internationalen Vergleich auf die Anzahl kernhaltiger Zellen als quantitativen Parameter geeinigt. Generell gilt, dass mit höherer Zellzahl ein besseres Engraftment einhergeht.

Entsprechend der Richtlinien der Bundesärztekammer sollte die Gesamtzahl kernhaltiger Zellen für die allogene Anwendung mindestens 5 x 108 pro NSB-Präparat betragen (21). Bei autologen Transplantationen ist eine um 50 % niedrigere Zelldosis ausreichend (20), da hier wegen der fehlenden Abstoßungsreaktionen weniger Zellen zugrunde gehen.

Aber auch wenn diese Richtwerte unterschritten werden, kann es bei autologen NSB-Präparaten sinnvoll sein, sie zu bewahren, da sie im Gegensatz zu den allogenen Präparaten nicht nur für Transplantationen eingesetzt werden, sondern auch zunehmend in der regenerativen Medizin, z. B. zur Herstellung von Gewebeersatz.

Einigen Forscherteams ist es gelungen, Stammzellen ex-vivo zu expandieren (24-26). Möglicherweise können in Zukunft auch NSB-Präparate mit geringer Zellzahl für eine Therapie aufbereitet werden.

Die folgende Abbildung zeigt die Verteilung der Endvolumina von NSB-Präparaten einer privaten NSB-Bank.

Abbildung: Verteilungsvolumina bei einer privaten NSB-Bank