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Zusammenfassung der Unterschiede zwischen privaten und öffentlichen NSB-Banken

Die folgende Tabelle zeigt die Unterschiede zwischen privaten und öffentlichen NSB-Banken in kurzer Form:

Private NSB-Bank Öffentliche NSB-Bank
NSB für autologe/intrafamiliäre Anwendung NSB für unverwandt-allogene Anwendung
Eigentumsrechte bleiben beim Kind Spende, d. h. Eigentum am NSB wird der Bank übertragen
Individuelle Gesundheitsvorsorge Sinnvolle Ergänzung der Knochenmarkspenderegister
Zulassung der NSB-Präparate als Arzneimittel durch die Bundesoberbehörde (Paul-Ehrlich-Institut) erforderlich Zulassung der NSB-Präparate als Fertigarzneimittel durch die Bundesoberbehörde (Paul-Ehrlich-Institut) erforderlich
Kein Mindestvolumen Mindestvolumen einer NSB-Spende 60 ml
Mindestzelldosis 2,5x108 kernhaltige Zellen / Präparat Mindestzelldosis 5x108 kernhaltige Zellen / Präparat
Über die Einlagerung bei Mängeln, z. B. geringes Volumen, entscheidet der Eigentümer Mängelpräparate werden verworfen; der Spender wird darüber nicht informiert
Abnahme in mindestens 850 Vertragskliniken in Deutschland möglich Spende in ca. 75 Entbindungskliniken in Deutschland möglich
Tabelle: Übersicht der Unterschiede zwischen privaten und öffentlichen NSB-Banken

Private und öffentliche NSB-Banken bieten sich ergänzende Möglichkeiten, die Stammzellen aus Nabelschnurblut sinnvoll einzusetzen. Sowohl die Einlagerung für die individuelle Gesundheitsvorsorge als auch die Spende für eine allogene Anwendung erweitern die therapeutischen Optionen für einen kranken Menschen. Da sich nur ca. zwei bis drei Prozent aller Eltern in Europa für ein NSB-Banking entscheiden, muss eine Verknappung der Präparate durch konkurrierende Einlagerungsmodelle zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht befürchtet werden (14, 15).

Einige NSB-Banken bieten beide Formen der NSB-Aufbewahrung an: Hier kann man sowohl für unverwandt-allogene NSB-Anwendungen spenden, als auch NSB-Präparate für den autologen Einsatz aufbewahren lassen.