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Einlagerungskriterien

Öffentliche NSB-Banken entscheiden nach eigenem Ermessen über die Einlagerung des gespendeten NSB. Da die NSB-Präparate zur Behandlung unverwandter Empfänger abgegeben werden, betreiben öffentliche NSB-Banken eine restriktive Form der Risikominimierung. Dabei wird das NSB beim kleinsten Verdacht einer Auffälligkeit, wie bestimmte virale oder anamnestisch erkennbare familiäre Belastungen, verworfen. Auch das Volumen des Präparates ist ein Kriterium für die Einlagerung. Kleine Volumina unter 60 ml werden entweder zu Forschungszwecken verwandt oder aussortiert. In der Praxis genügen 45 % bis 70 % der gesammelten Blute nicht den Anforderungen für die Einlagerung bei einer öffentlichen NSB-Bank (12, 13).

Eine private NSB-Bank teilt den Eltern mit, falls Mängel bestehen und überlässt ihnen die Entscheidung über den weiteren Verbleib des NSB. Die Einlagerung des Präparates für eine autologe Anwendung kann z. B. bei geringer Anzahl kernhaltiger Zellen dennoch sinnvoll sein, da gegenwärtige und zukünftige Entwicklungen auf dem Gebiet der regenerativen Therapie auch Indikationen neben der Transplantation bei hämatologischen bzw. onkologischen Erkrankungen erwarten lassen.