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Neue Therapieformen

Refraktäre Erkrankung

  • Bortezomib
  • Bortezomib-Kombinationen, z. B. BDC
  • Lenalidomid

Rezidiv

  • Bortezomib
  • Bortezomib-Kombinationen
  • Lenalidomid
  • Arsentrioxid

Neue Therapiemöglichkeiten beim refraktären Verlauf oder Rezidiv

Abb. 13: Anteil der vortherapierten Myelom-Patienten ohne Krankheitsprogression bei Behandlung mit Bortezomib oder hoch dosiertem Dexamethason. (nach Richardson et al. 2005)

Bortezomib, Dexamethason

Jannagath (Jannagath et al., 2006) zeigte, dass die Ergänzung einer Bortezomib-Therapie mit Dexamethason bei Patienten, die suboptimal auf Bortezomib ansprachen, die Nebenwirkungen nicht beeinflusste, aber das Ansprechen verbesserte.

Bortezomib, Dexamethason und Cyclophosphamid

Richardson (Richardson et. al, 2005) zeigte, dass Patienten mit Rückfall nach ein bis drei Vortherapien, besser auf Bortezomib ansprachen als auf Hochdosis-Dexamethason. Ebenso waren der Zeitraum bis zur Progression und die Überlebenszeit länger. Eine effektive Therapie des Multiplen Myeloms mit Bortezomib oder Bortezomib-Kombinationen bringt Raten partieller Remissionen von ≥ 24 % bei refraktärem/rezidiviertem Multiplen Myelom und von 38 % bei Patienten mit 1-3 Vortherapien.
Bortezomib in Kombination mit hochdosiertem Dexamethason und kontinuierlich niedrigdosiertem oralen Cyclophosphamid (BDC = Bortezomib, Dexamethason, Cyclophosphamid) stellt ein günstiges Rezidivregime dar, ohne die bekannten Nebenwirkungen zu potenzieren. Die Behandlung ist ambulant durchführbar und auch bei stark vortherapierten Patienten geeignet. Eine Erhaltungstherapie kann die Ansprechraten eventuell noch verbessern. 78 % der Patienten hatten ein Rezidiv nach Hochdosis-Melphalan-Therapie. Die Kombination BDC ist sowohl nach autologer als auch nach allogener Stamzelltransplantation günstig. Eine Komplettremission wurde bei 10 % erzielt, eine partielle Remission bei 66 %, eine „Minor Response" bei 12 %: insgesamt wurde ein Ansprechen von 88 % erreicht. (Kropff et al., 2005).

Thalidomid-Derivate

Lenalidomid und Actimid wurden als Thalidomid-Analoga entwickelt. Lenalidomid, ein Thalidomid-Derivat, ist seit 2007 in Kombination mit Dexamethason in Europa zur Therapie nach mindestens einer Vorbehandlung zugelassen.

CC-4047 (Actimid) zeigte in vitro eine höhere Aktivität als Thalidomid. In einer Studie traten als dosislimitierende Nebenwirkungen Granulozytopenien und tiefe Beinvenenthrombose auf (Streetly et al., 2003).

Arsentrioxid

Arsentrioxid zeigte als Monotherapie viel versprechende Ergebnisse bei Patienten mit Rückfall oder refraktärem multiplem Myelom. Neue Studien untersuchen die Kombination von Arsentrioxid mit Ascorbinsäure und Dexamethason, mit bisher ermutigenden Ergebnissen (Abou-Jawde et al, 2006).

Ausgewählte Medikamente beim Rezidiv/Progress bzw. refraktären Verlauf

  • Therapieschemata
  • Glukokortikoide
  • Thalidomid
  • Lenalidomid
  • Bendamustin
  • Bortezomib