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Prognosefaktoren

Die Prognose eines Patienten vor der Primärtherapie, aber auch von Patienten, bei denen es zu einem Rezidiv kommt, wird beeinflusst durch:

  • Serum-Albumin (Katzel et al.; 2007)
  • beta-2-Mikroglobulin,
  • LDH,
  • CRP
  • Zytogenetische Faktoren und die
  • MDR-Expression.

Multiple Myelome, die nicht auf eine Chemotherapie ansprechen (= multi drug resistance), exprimieren das MDR1-Protein.
Zytogenetische Faktoren: Als prognostisch ungünstig gelten beispielsweise eine Deletion an Chromosom 13 (del 13) und die Translokation t(4/14). (Avet-Loiseau et al., 2007)
Kommt es zu einem Krankheitsrezidiv oder -progress, spielt die Dauer der Remission eine besondere Rolle.

Relativ gute Prognose

Eine gute Prognose gilt für ein Spätrezidiv.

Eine komplette Remission ist der wichtigste Parameter für ein langes Überleben bei einem Multiplen Myelom. (Wang et al., 2006 a)

Schlechte Prognose

Je mehr Vortherapien stattfanden, desto schlechter ist die Prognose. Eine sehr schlechte Prognose haben Patienten, bei denen die Krankheit während der initialen Therapie fortschreitet. (Giles FJ et al., 1996).
Ein Rezidiv innerhalb von 6 Monaten nach Abschluss der Primärtherapie geht im Vergleich zu einer längeren Remissionsdauer mit einer schlechteren Prognose des Krankheitsverlaufes einher. (San Miguel et al., 1999, Buzaid et al., 1988).