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Zytostatische Therapie, verzögertes Erbrechen

Bei Therapien mit Cisplatin, Carboplatin, Cyclophosphamid, Ifosfamid, Daunorubicin, Mitomycin und Procarbazin ist zunächst mit akutem, später aber auch mit verzögertem Erbrechen zu rechnen.

  Das höchste Potenzial für verzögertes Erbrechen hat Cisplatin. Nach einer Cisplatin-Therapie zeichnet sich die Emesis durch einen zweigipfeligen Verlauf aus: Es gibt eine sehr hohe akute Emesisinzidenz kurz nach der Gabe, danach folgen eine mehrstündige Phase mit niedriger Erbrechensinzidenz und ein zweiter Gipfel mit erhöhter Inzidenz von Erbrechen. In Einzelfällen tritt bei Patienten, die Cisplatin erhalten haben, noch nach 5 Tagen ein verzögertes Erbrechen auf.

  Dieser zweite Gipfel wird durch die antiemetische Prophylaxe oft nicht abgedeckt, da die Wirkungsdauer vieler gängiger Antiemetika dafür nicht ausreicht. Problematisch ist auch, wenn die zweite Erbrechensepisode bei ambulanter Chemotherapie zu Hause auftritt.

Zweigipfeliger Verlauf der Emesis bei zytostatischer Therapie