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Caspofungin: unerwünschte Wirkungen und Interaktionen

Unerwünschte Wirkungen

Die häufigsten unerwünschten Wirkungen, die unter Behandlung mit Caspofungin beobachtet wurden, waren Fieber, Thrombophlebitis, Übelkeit, Erbrechen und Flush. Die Inzidenzraten dieser Nebenwirkungen lagen jeweils unter 3 %. Zusätzlich wurden Laborwertveränderungen beobachtet, die aber nur in den seltensten Fällen zum Abbruch der Therapie führten. Dazu zählten im wesentlichen Erhöhungen der Transaminasen [EMEA Scientific Report 2001]. Häufig beobachtet wurden darüber hinaus Kopfschmerzen, Anämie, Tachykardie und Dyspnoe.

Interaktionen

Bei gleichzeitiger Therapie mit Tacrolimus blieb die Caspofungin-Pharmakokinetik in einem Kollektiv gesunder Probanden unverändert. Die Tacrolimus-Konzentration wurde jedoch vermindert, so dass eine spiegelgesteuerte Dosierung (d. h. regelmäßige Kontrollen der Blutkonzentration von Tacrolimus) erfolgen sollte. Es wurden Transaminasenerhöhungen auf maximal das Doppelte des oberen Normwertes beobachtet.

Verschiedene Autoren haben den Verlauf von Leberwerten bei gleichzeitiger Ciclosporin A-Gabe untersucht und keine klinisch relevante Transaminasenerhöhung festgestellt. Dennoch sollten bei einer gleichzeitigen Anwendung von Ciclosporin A die Leberenzymwerte engmaschig überwacht werden.

Rifampicin verändert die Pharmakokinetik von Caspofungin, so dass bei gleichzeitiger Anwendung Caspofungin auch in der Erhaltungsphase mit 70 mg/d dosiert werden sollte. Dies gilt auch für andere Induktoren von Stoffwechselenzymen wie Dexamethason, Phenytoin oder Carbamazepin, die die minimale Plasmakonzentration von Caspofungin verringern können.

Die Caspofungin-Infusion darf nicht mit glukosehaltigen Lösungen gemischt werden.