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Voriconazol: Nebenwirkungen und Interaktionen

Nebenwirkungen

Voriconazol führt bei etwa 30 % der Patienten zu vorübergehenden Sehstörungen. Die Sehstörungen treten vor allem während der Infusion von Voriconazol auf. Die Erscheinungen wie Störungen des Farbsehens, Lichtblitze oder Verschwommensehen sind transient und ohne bleibende Folgen.

Ferner wurden unter anderem beobachtet: Fieber, Kopfschmerzen, Durchfall, Erbrechen, ein Anstieg der alkalischen Phosphatase, Übelkeit, Hautausschläge und periphere Nervenstörungen.

Kontraindikationen

Bei niedriger Kreatinin-Clearance (dies betrifft die intravenöse Gabe), Patienten mit schwerer Herzkrankheit (Gefahr von Herzrhythmusstörungen) oder Leberfunktionsstörungen ist Voriconazol kontraindiziert.

Arzneimittelinteraktionen

Die Arzneimittelinteraktionen entsprechen grundsätzlich denen von anderen Triazolen wie Fluconazol oder Itraconazol und ergeben sich aus der Zytochrom-P450-abhängigen hepatischen Metabolisierung. Wechselwirkungen mit Astemizol, langwirkenden Barbituraten, Carbamazepin, Cisaprid, Pimozid, Quinidin, Rifampicin, Sirolimus oder Terfenadin werden beschrieben, so dass diese Substanzen nicht mit Voriconazol kombiniert werden sollten. Auch eine gleichzeitige Gabe von Phenytoin oder Rifabutin sollte vermieden werden.

Voriconazol erhöht darüber hinaus den Plasmaspiegel von Ciclosporin, Tacrolimus, oralen Antikoagulanzien wie Warfarin oder Phenprocoumon, Prednisolon und Vinca-Alkaloiden. Auch wird der Metabolismus von HIV-Protease-Inhibitoren wie Ritonavir gehemmt.