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Voriconazol: Dosierung und Anwendung

Voriconazol kann intravenös und oral verabreicht werden, es wird unabhängig vom Magen-pH-Wert schnell und gut resorbiert. Die orale Bioverfügbarkeit beträgt 96 %. Eine gleichzeitige Nahrungsaufnahme reduziert die Resorption um ca. 20 %, so dass die orale Einnahme 1 – 2 Stunden vor oder nach einer Mahlzeit empfohlen wird.

Voriconazol wird extrarenal biliär eliminiert und weniger als 5 % erscheint in unveränderter Form im Urin. Das Antimykotikum wird in der Leber durch die Cytochrom P450-Isoenzyme metabolisiert. Die Eliminationshalbwertzeit liegt bei ca. 6 - 9 Std.

Voriconazol steht in drei Darreichungsformen zur Verfügung:

  • Lösung zur intravenösen Infusion (200 mg)
  • Filmtabletten (200 mg, 50 mg) und
  • Trockensaft (40 mg/ml) zur bioäquivalenten oralen Gabe.

Empfohlene orale Dosierungen

Orale Dosierung Bei Gewicht > 40 kg bei Gewicht < 40 kg
Startdosis ("loading dose") in den ersten
24 Stunden
400 mg alle 12 Stunden 200 mg zweimal täglich
Erhaltungsdosis 200-300 mg zweimal täglich 100 mg zweimal täglich

Empfohlene intravenöse Dosierungen

Intravenöse Dosierung Standard Bei Unverträglichkeit
Startdosis in den ersten 24 Stunden 6 mg/kg zweimal täglich  
Erhaltungsdosis 4 mg/kg zweimal täglich Versuchsweise 3 mg/kg