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Voriconazol: Allgemeine Informationen

Voriconazol, das auf Grundlage von Fluconazol entwickelte Triazol der zweiten Generation, ist 2002 unter dem Handelsnamen Vfend® von der FDA in den USA und von der Europäischen Zulassungsbehörde EMEA zur Therapie von Mykosen zugelassen worden.

Aufgrund der im Vergleich zu Amphotericin B Desoxycholat deutlich besseren klinischen Wirksamkeit bei invasiven Aspergillosen bei geringeren Nebenwirkungen wird Voriconazol derzeit als Mittel der Wahl bei invasiven Aspergillosen in der Primär- und Salvage-Therapie von der AG Infektionen in der Hämatologie und Onkologie der DGHO empfohlen.

Wirkmechanismus und Wirkspektrum

Triazol-Derivate wie Voriconazol bewirken eine Hemmung der Ergosterol-Biosynthese, d. h. der Produktion eines Bestandteils der Pilzwand.

Strukturformel von Voriconazol

Voriconazol besitzt ein breites Wirkspektrum. Empfindliche Erreger sind neben Aspergillus spp auch alle Candida spp., dimorphe Pilze wie Blastomyces dermatitis und auch seltenere humanpathogene Pilze wie Trichosporon-Spezies.

Verteilung von Voriconazol

Voriconazol verteilt sich gut im Liquor (ca. 50 % der korrespondierenden Serumspiegel) und im Speichel (ca. 65 %). Ebenso besteht eine gute Gewebegängigkeit in Leber, Milz und ZNS.