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Histopathologische Untersuchung

Die definitive Diagnose einer Aspergillose bedarf einer histopathologischen Bestätigung und/oder des kulturellen Nachweises (siehe 5.3.) von Aspergillus Spp. aus primär sterilen Körperregionen. Die septierten Hyphen werden am besten mit der Gomori-Methenamin-Silber- und PAS-Färbung nachgewiesen. Dieses Vorgehen wird inzwischen als Standardvorgehen insbesondere bei klinischen Studien zum sicheren Nachweis der Erkrankung (invasive Aspergillose) gefordert.

Der wiederholte Nachweis von Aspergillus Spp. im Sputum oder aus dem Respirationstrakt (Sputum, Nasenabstrich) spricht zunächst für eine Kolonisation, hat aber einen positiven prädiktiven Wert, d. h. bei wiederholtem Nachweis liegt sehr wahrscheinlich eine invasive Aspergillose vor.

Eine transbronchiale Biospie und Materialentnahme mit der geschützten Bürste ist bei Patienten mit Thrombozytenzahlen unter 50 000/µl ohne Substitution von Thrombozytenkonzentraten mit einem unkalkulierbaren Blutungsrisiko behaftet.

Histopathologischer Befund (links: A. flavus, rechts: A. fumigatus)