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Fazit

Wirkstoff-freisetzende Stents (drug-eluting stents, DES) stellen eine medizinische Innovation dar. Sie führen zu einer Reduktion stationärer Aufenthalte, da die Zahl der Widereingriffe (Intervention oder Bypass) im Vergleich zu der älteren Technologie der Metall-Stents (bare metal stents, BMS) deutlich reduziert wird. Zudem verbessern sie die Lebensqualität der Patienten.
Von den Fachgesellschaften in den USA und Europa werden bisher jedoch nur zwei Wirkstoff-freisetzende Stents (Taxus™, Cypher™) empfohlen. Dies ist Folge der mangelnden Studienlage bei weiteren durchaus interessanten Entwicklungen. Selbst bei den durch die Fachgesellschaften empfohlenen Wirkstoff-freisetzende Stents sind noch einige Fragen nach einer optimalen Behandlung insbesondere von komplexen Patienten und Läsionen offen. In vielen Fällen stellen die Wirkstoff-freisetzenden Stents aber schon heute eine gute Alternative zur Bypasschirugie dar.
Auf Basis der bestehenden Datenlage sind Wirkstoff-freisetzende Stents nicht nur wirksam sondern auch sicher. Die Gesamtmortalität und Infarktraten sind über die bisher verfügbaren Nachbeobachtungszeiträume vergleichbar mit den klassischen Stents.
Eine gesicherte Einnahme der Begleitmedikation (Kombination von Aspirin plus Clopidogrel) durch den Patienten ist jedoch unverzichtbar, ja sogar lebensnotwendig.

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