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Einleitung

Restenose

Bis in die 80er Jahre hinein wurden im Rahmen der perkutanen koronaren Intervention (PCI) lediglich Ballondilatationen der Koronarien durchgeführt. In der Folge traten häufig Restenosierungen auf. Der Pathomechanismus der Restenose nach Ballondilatation ist ein chronisches Recoil in Kombination mit einer überschießenden Intimahyperplasie. Im Jahr 1986 wurde erstmals ein reiner Metall-Stent (bare metal stent, BMS) durch Ulrich Sigwart in ein menschliches Koronargefäß implantiert, was zur Verhinderung des chronic recoil führt und somit die Restenose signifikant im Vergleich zur konventionellen Ballondilatation senkt – ein Meilenstein in der Geschichte der Koronarintervention. Bei rund einem Viertel der Patienten traten dennoch innerhalb kurzer Zeit Restenosen infolge überschießender Intimahyperplasie auf.
Dies führte zur Entwicklung der Wirkstoff-freisetzenden Stents – der drug eluting stents (DES). Diese sind in der Lage, die Bildung der Restenose-auslösenden Neointima zu verzögern. Seit dem Jahr 2002 finden sie in Deutschland zunehmend Verbreitung.