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Vergleich Wirkstoff-freisetzende, Metall-Stents und Bypasschirurgie

In der ARTS (Arterial Revascularisation Therapies Study)-I-Studie hatte der 5-Jahresvergleich zwischen reinen Metall-Stents und Bypasschirurgie noch einen deutlichen Vorteil hinsichtlich der Revaskularisierungsrate für die Bypasschirurgie ergeben (23). Die Ergebnisse des multizentrischen ARTS-II-Registers sprechen jedoch für die Wirkstoff-freisetzenden Stents (15). In der Zusammenschau der Resultate der ARTS-I-Studie und des ARTS-II-Registers (Vergleich Metall-Stent, Wirkstoff-freisetzender Stent und Bypass-Chirurgie) (15) ergab sich folgendes Bild:

  • Beim Wirkstoff-freisetzenden Stent zeigte sich eine insgesamt niedrige Rate an unerwünschten kardial und zerebral bedingten Ereignissen (MACCE = major adverse cardiac cerebrovascular events).
  • Die MACCE-Rate war in der Gruppe mit Wirkstoff-eluierendem Stent niedriger als in der Gruppe mit reinem Metall-Stent.
  • Die MACCE-Rate war beim Wirkstoff-freisetzenden Stent analog zu der nach Bypass-Operation.

Abb.: ARTS-I und –II, Kaplan-Meier-Überlebens-Kurve nach einem Jahr, kardiovaskuläre Ereignisse (MACCE = major cardiac cerebrovascular adverse events)

Abb.: ARTS-I und –II, Kaplan-Meier-Überlebens-Kurve nach einem Jahr, kardiovaskuläre Ereignisse (MACCE = major cardiac cerebrovascular adverse events)

Sollten sich diese Ergebnisse in randomisierten Studien bestätigen, können Wirkstoff-freisetzenden Stents für viele Indikationen als gleichwertige Alternative zur Bypass-OP angesehen werden, wobei die Option einer späteren operativen Revaskularisation bestehen bleibt. Erste richtungsweisende Ergebnisse werden hierzu 2008 von der SYNTAX Studie erwartet, welche ihren Patienteneinschluss weitgehend abgeschlossen hat (98-99).