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Einsatzbereiche

Indikationen

Im Jahr 2002 wurde der Sirolimus-eluierende Stent (SES) Cypher™ auf den Markt gebracht, 2003 folgte der Paclitaxel-eluierende Stent (PES) Taxus™.

Den aktuellen deutschen Packungsbeilagen (Stand 2007) zu Folge ist ihr Einsatz bei de novo und Restenose-Läsionen sowie Totalokklusionen (nur PES) in nativen Koronarien sowie beim akuten Myokardinfarkt (nur PES) indiziert. Die maximale Läsionslänge sollte 64 mm (PES) bzw. 30 mm (SES) nicht überschreiten, der Gefäßdurchmesser sollte zwischen 2,25 bis 4 mm (SES) bzw. 2,25 mm bis 5 mm (PES) liegen (20, 21).

Schnelle Verbreitung

Da der Einsatz der Wirkstoff-freisetzenden Stents die Restenoseraten drastisch reduzierte (22, 28), wurden sie innerhalb weniger Jahre vor allem in den USA und Europa eingeführt – bis zum Jahr 2005 stieg der Anteil der Wirkstoff-freisetzenden Stents in den USA auf knapp 90 %. Dort sind lediglich Cypher™ und Taxus™ von der Food and Drug Administration (FDA) zugelassen. In Deutschland sind inzwischen mindestens 13 unterschiedliche Wirkstoff-freisetzende Stents CE-zertifiziert, u. a. der Endeavor-Stent, welcher ein Sirolimus-Analgon eluiert. Weitere Neuentwicklungen befinden sich inzwischen in klinischer Erprobung.