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Wirkprinzip

Um die bei den unbeschichteten Metall-Stents auftretende überschießende Intimabildung zu verhindern, wurde eine neue Stent-Klasse entwickelt, die seit einigen Jahren weltweit zunehmend Verbreitung findet: die Wirkstoff-freisetzenden Stents (drug-eluting stents, DES).

Im Unterschied zu den reinen Metall-Stents weisen die meisten Wirkstoff-freisetzende Stents eine Polymerbeschichtung auf. Aus dieser werden in den ersten vier bis sechs Wochen nach Implantation Wirkstoffe freigesetzt, welche die Bildung der Neointima verzögern und reduzieren. Verwendung finden hierbei Zytostatika (z.B. Paclitaxel) oder Immunsuppressiva (z.B. Sirolimus), die u.a. eine Mitosehemmung der einsprossenden glatten Muskelzellen bewirken.