cme.medlearning.de - CME Logo

Problem: Restenose

Eines der größten Probleme in der interventionellen Kardiologie ist der erneute Verschluss eines Koronargefäßes (Restenose) nach zunächst erfolgreicher Koronarintervention. Dieses Ereignis erhöht das Morbiditäts- (13) und Mortalitäts-Risiko (14). Für den Patienten bedeutet das Wiederauftreten der Beschwerden und die nötig werdende Revaskularisationsmaßnahme eine deutliche Einschränkung seiner Lebensqualität.

Ob es zu einer Restenose nach PCI kommt, hängt vom Gefäßdurchmesser, der Läsions- und der Stentlänge ab. Daher sind insbesondere Patienten mit Mehrgefäß-KHK sowie Diabetiker von Restenosen ihrer Koronargefäße betroffen (15).

...nach Ballonangioplastie

Nach zunächst erfolgreicher Ballonangioplastie kann es in ca. 40 % zu einer Restenose kommen. Sie ist in erster Linie Folge zweier Mechanismen am behandelten Koronargefäß, die unter dem Begriff „negatives Remodeling“ zusammengefasst werden:

  • Konstriktion der Koronararterie (akutes und chronisches Recoil);
  • Proliferation glatter Muskelzellen mit Bildung einer Neointima.

Abb.: Gefäßreaktion nach Ballonangioplastie

Abb.: Gefäßreaktion nach Ballonangioplastie

...nach Stentimplantation

Durch die Einführung der Stent-Technik Mitte der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts konnte die Häufigkeit der Restenosierungen nach Koronarintervention reduziert werden: Stents verhindern die Konstriktion des Koronargefäßes und somit einen Teil des negativen Remodelings. In weiten Teilen wurde daher die alleinige Ballonangioplastie verlassen.
Da jedoch durch die Implantation eines reinen Metall-Stents die Neointimabildung nicht verhindert werden kann, tritt in 20 – 30 % der Koronarinterventionen mit Stentimplantation weiterhin eine Restenose auf. Die erneute Hospitalisierung zur Revaskularisation wegen einer Restenose ist nach Implantation reiner Metall-Stents häufiger als nach operativen Revaskularisationsverfahren (16).