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Leitlinien im Detail

  • Stabile Angina pectoris

    Bei Patienten mit stabiler Angina pectoris ist eine Koronarintervention mit Stenting indiziert, wenn der Nachweis eines größeren ischämischen Areals vorliegt (3-5). Beim chronischen Verschluss eines Koronargefäßes ist ein operatives Vorgehen als Alternative indiziert, insbesondere bei Nachweis von vitalem Gewebe mittels Kardio-MRT. Mehrgefäßinterventionen insbesondere beim Diabetiker und die ungeschützte Hauptstammstenose sind derzeit eine Indikation für die Bypasschirurgie. Ausnahmen bilden Patienten mit hoher Komorbidität und deutlich erhoehtem OP- Risiko (www.euroscore.org).

  • ACS ohne ST-Strecken-Hebung

    Bei akutem Koronarsyndrom ohne ST-Strecken-Hebung bringt eine frühe Koronarangiographie unter Interventionsbereitschaft innerhalb der ersten 48 Stunden für Patienten mit erhöhtem thrombotischem Risiko deutliche Vorteile (3, 6). Dazu zählen Patienten mit persistierenden Schmerzen, dynamischen ST-Streckenveränderungen (Senkungen, transienten Hebungen), erhöhten Troponin- oder CK-MB-Spiegeln, hämodynamischer Instabilität, Arrhythmien und Diabetes mellitus (3, 7).

  • ST-Strecken-Hebungs-Infarkt (STEMI)

    Liegt ein ST-Strecken-Hebungs-Infarkt vor, gilt die Koronarintervention mit Stenting als der systemischen Lyse zu bevorzugende Reperfusionstherapie innerhalb der ersten 12 Stunden nach Symptombeginn (3, 8, 9) und darüber hinaus bei persistierenden Beschwerden. Auch bei begrenzten Transportzeiten zeigt dieses Vorgehen ein besseres Outcome als die Thrombolyse; mehr Myokard bleibt erhalten. Natürlich ist die perkutane Koronarintervention immer bei Patienten mit Kontraindikationen für eine Lysetherapie indiziert. Im kardiogenen Schock gilt die Notfall-Koronarintervention als lebensrettende Maßnahme (3, 10, 11).