Teil 1 - Grundlagen
Beschreibung
In den letzten Jahren zeigte sich eine Trendverschiebung in der Therapie der Koronaren Herzkrankheit, weg von der Bypass-Operation, hin zur perkutanen Koronarintervention. Im Jahr 2005 wurden in Deutschland rund 230.000 Interventionen mit Stentimplantation durchgeführt – in 28 % wurden Wirkstoff-freisetzende Stents implantiert, die erst seit wenigen Jahren auf dem Markt sind.
Der Vorteil der Wirkstoff-freisetzenden Stents liegt in den deutlich niedrigeren Restenose-Raten im Vergleich zu unbeschichteten Metall-Stents, bedingt durch die antiproliferative Wirkstoff-Beschichtung. Insbesondere Risikogruppen, zu denen u.a. Diabetiker zählen, können von der verbesserten Wirksamkeit profitieren. Der erste Teil des CME-Moduls "Wirkstoff-freisetzende Stents in der Behandlung der Koronaren Herzkrankheit – Nutzen oder Risiko?" gibt einen Überblick über die Leitlinien zur perkutanen Koronarintervention und geht auf die Problematik der Restenose bei reinen Metall-Stents ein. Daneben wird die Entwicklung der Wirkstoff-freisetzenden Stents thematisiert, ihr Wirkmechanismus und ihre schnelle Verbreitung in den Industrienationen.
Der zweite Teil des CME-Moduls geht auf die Empfehlungen internationaler
Fachgesellschaften zum Einsatz Wirkstoff-freisetzender Stents und die kontroversen
Diskussionen um die Sicherheit der Wirkstoff-freisetzenden Stents ein.
Zielgruppe
Internisten, Kardiologen, Allgemeinmediziner.
Lerninhalte
- Entwicklung der perkutanen Koronarintervention
- Empfehlungen der Fachgesellschaften zur Koronarintervention
- Wirkmechanismus der Wirkstoff-freisetzenden Stents
- Einsatz der Wirkstoff-freisetzenden Stents bei Risikogruppen
Autoren
Dr. Ralf Birkemeyer, leitender Oberarzt der Klinik
für Kardiologie und internistische Intensivmedizin, Schwarzwald-Baar-Klinikum
Villingen - Schwenningen GmbH.
PD Dr. Wolfgang Bocksch, leitender Oberarzt der Kardiologie
in der Charité Virchow
Klinik in Berlin.
Dr. Roland Brückl, Krankenhaus Landshut-Achdorf, leitender
Oberarzt der Kardiologie.

RSS