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Screeningbeispiel

Horst F., 62 Jahre

Patient Horst F.

Dr. Schmidt ruft Horst F., der heute wegen eines Check-ups kommt, ins Behandlungszimmer. Im ausführlicheren Gespräch mit dem Patienten stellt sich heraus, dass sich Horst F. in seiner Sexualität beeinträchtig fühlt. Horst F. gibt an, kleine Knötchen an seinem Penis ertastet zu haben.

Außerdem leide er immer wieder unter schmerzhaften Erektionen. Er ist etwas verunsichert, ob es sich um eine ernsthafte Erkrankung handeln könnte.

Im Gespräch mit dem Patienten erfährt Dr. Schmidt, dass der Patient auch eine leichte Verkrümmung des Penis während der Erektion bemerkt hat. Die Verkrümmung schildert der Patient allerdings als gering. Beim Geschlechtsverkehr behindere sie ihn nicht. Bis auf die Schmerzen habe er auch keine Erektionsprobleme.

Plaques – Deformation – Schmerz. Dr. Schmidt hat im Anamnesegespräch alle drei Leitsymptome mit dem Patienten besprochen.

Anamnesegespräch

Im Anamnesegespräch zur Ipp sollten alle folgenden Bereiche abgefragt werden:

Aktuelle Symptome und Krankengeschichte

  • Tastbare Plaques
  • Deformation
  • Schmerz
  • Wie lange liegen die Symptome vor?
  • Haben sich die Symptome (z.B. Verbiegung) verändert?
  • Erinnert sich der Patient an ein (Mikro-)Trauma?

Erektionsqualität und Geschlechtsverkehr

Erektionsstörungen können eine Folge der Ipp sein. Die Auswahl der Therapie hängt u.a. davon ab, wie stark der Geschlechtsverkehr durch die Verbiegung des Penis selbst oder durch Verluste der Erektionsqualität beeinflusst wird.

Begleiterkrankungen

Diabetes mellitus, Morbus Dupuytren, Morbus Ledderhose

Quellen:

  1. Zimmermann R.,Pathophysiologie der Induratio penis plastica: Aktueller Kenntnisstand, J Urol Urogynäkol 2008;15(2):22-9
  2. Wespes E et al. Guidelines on Penile Curvature. European Association of Urology 2012, Feb, 2012

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