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Zusammenfassung

Ein zeiteffizientes Screening auf die Ipp ist mit drei einfachen Fragen möglich

1. Plaques?

Sind dem Patienten tastbare Verhärtungen oder Knötchen am Penisschaft aufgefallen?

Die Plaques sind das Hauptmerkmal der Ipp. Erste kleine Knötchen zeigen sich bereits in der Frühphase der Erkrankung. Sie sind meist auf der Dorsalseite des Penisschafts gelegen und können dort unter der Haut getastet werden. Es können sich ein oder mehrere Plaques ausbilden.

Die Konsistenz der Plaques kann variieren von weich bis verkalkt oder sogar verknöchert. Eine Verkalkung der Plaques kann sich im Verlauf der Erkrankung entwickeln und ein Zeichen der Progression sein. Allerdings nicht zwangsläufig, da manche Patienten auch bei Erkrankungsbeginn kalzifizierte Plaques aufweisen1.

2. Deformation?

Hat der Patient Verbiegungen oder andere Deformationen des erigierten Penis bemerkt?

Durch die Plaques entstehen die Ipp-typischen Verbiegungen des Penis während der Erektion. Entsprechend der Lage der Plaques sind dorsale Verbiegungen bei den Patienten am häufigsten. Verbiegungen in andere Richtungen, Einschnürungen oder auch Pseudogelenkbildung sind ebenso möglich.

3. Schmerz?

Hat der Patient Schmerzen im Penis bzw. schmerzhafte Erektionen?

Erektionsschmerzen oder auch Ruheschmerzen betreffen etwa die Hälfte der Ipp-Patienten2. In der Regel treten Schmerzen nur in der ersten, entzündlichen Phase auf und legen sich innerhalb des ersten Erkrankungsjahres3. Die chronische Phase gilt als schmerzfrei.

Bejaht der Patient eine oder mehrere Fragen, sollten weitere diagnostische Schritte unternommen werden. Gegebenenfalls kann der Patient auch an einen spezialisierten Urologen/Andrologen überwiesen werden.

Quellen:

  1. Ralph D et al. The Management of Peyronie‘s Disease: Evidence-based 2010 Guidelines. J Sex Med 2010;7:2359-74
  2. Zimmermann R. Pathophysiologie der Induratio penis plastica: Aktueller Kenntnisstand, J Urol Urogynäkol 2008;15(2):22-9
  3. Wespes E et al. Guidelines on Penile Curvature. European Association of Urology 2012, Feb, 2012

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