cme.medlearning.de - CME Logo

Fazit zum Screening

Dr. Schmidt hat sich bei dem Screening auf Ipp folgendes Schema angeeignet:

Screening von Risikopatienten

Dies sind z.B. Patienten mit Diabetes. Aber auch bei anderen Grunderkrankungen wie der Hypertonie, Morbus Dupuytren denkt Dr. Schmidt an die Ipp. Auch das zusätzliche Risiko einer ungesunden Lebensweise (Rauchen, Alkohol) hat er im Blick.

Ko-Faktoren und Risiken
Der Einfluss von Begleiterkrankungen wie Diabetes mellitus, arterielle Hypertonie, Hyperlipidämie, Morbus Dupuytren etc. auf den Verlauf der Ipp ist noch nicht ausreichend erforscht1. 30% der Ipp-Patienten sind Diabetiker, wobei Diabetes im Kontext der Ipp mit schweren Deviationen und vaskulärer ED assoziiert ist2.

2/3 der Ipp-Patienten haben Risikofaktoren für arterielle Erkrankungen und ein höheres Risiko für ED2.

Auch Rauchen und exzessiver Alkoholkonsum gelten als Risikofaktoren für Ipp1. Morbus Dupuytren tritt gehäuft bei Ipp-Patienten auf (bis zu 39% der Patienten leiden zusätzlich unter Dupuytren-Kontrakturen in den Händen). Umgekehrt allerdings ist der Zusammenhand schwächer (4% der Dupuytren-Patienten leiden an Ipp)1.

Screening im Kontext von Erektionsproblemen und sexueller Zufriedenheit

Bei Männern ab etwa 50 Jahren spricht Dr. Schmidt gezielt über Erektionsprobleme, ED und sexuelle Zufriedenheit. In diesem Kontext fragt und informiert er seine Patienten auch über die Ipp. Dies gilt auch für die Patienten, die von sich aus über Erektionsprobleme berichten.

Im Einzelfall: Screening im Rahmen eines Check-ups

Dr. Schmidt kennt viele seiner Patienten schon lange und hat ein gewachsenes Vertrauensverhältnis zu ihnen. Dies nutzt er und spricht im Rahmen von Check-ups oder längeren Arzt-Patientengesprächen auch über sexuelle Zufriedenheit (und je nach Reaktion des Patienten ggf. auch die Ipp). Solche Termine nutzt er auch, um seine jüngeren Patienten allgemein auf sexuelle Funktionsstörungen anzusprechen, obwohl sie keine klassischen Risikopatienten sind.

Hinweis: Von den Fachgesellschaften gibt es keine Empfehlungen zum Thema Screening. Ob und wenn ja welche Patienten der einzelne Arzt auf Ipp screent, bleibt ihm selbst überlassen.

Epidemiologie

Ein Peak in der Altersverteilung der Erkrankung liegt zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr3,4, kann aber auch jüngere Männer betreffen5. In einer oft zitierten Kölner Umfrage mit über 4400 befragten Männern, zeigte sich ein Anstieg bei der Altersgruppe über 40 Jahren sowie ein leichter Anstieg ab 60 Jahren6.

Epidemiologie

Quellen:

  1. Wespes E et al. Guidelines on Penile Curvature. European Association of Urology 2012, Feb, 2012
  2. Ralph D et al. The Management of Peyronie‘s Disease: Evidence-based 2010 Guidelines. J Sex Med 2010;7:2359-74
  3. Zimmermann R. Pathophysiologie der Induratio penis plastica: Aktueller Kenntnisstand, J Urol Urogynäkol 2008;15(2):22-9
  4. Mulhall JP Schiff J, Guhring P. An analysis of the natural history of Peyronie‘s disease. J Urol 2006;175:2115-8
  5. Mulhall JP et al. Peyronie‘s disease in teenagers. J Sex Med 2012;9(1):302-8
  6. Schwarzer U, Sommer F, Klotz T et al. The prevalence of Peyronie‘s disease: results of a large survey. BJU Int 2001; 88:727-30

 Back to Top


Valid XHTML 1.0 Transitional