In-vitro-Methoden in der Allergie-Diagnostik

Allgemeinmedizin / Innere Medizin

Allergien, einschließlich Nahrungsmittelallergien, und in der Differentialdiagnose damit auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten, kann man zu den Volkskrankheiten zählen. Über 20% der Bevölkerung in bestimmten Altersgruppen haben Symptome einer Allergie oder gehen zur Abklärung einer Allergie zum Arzt. Viele unklare Krankheitsbilder werden primär häufig in den Formenkreis "Allergie" mit eingeordnet. Dabei ist es oft schwierig, eine Allergie mit einer spezifischen Immunantwort gegen ein bestimmtes Allergen eindeutig zu diagnostizieren und damit die Möglichkeit einer spezifischen Therapie, der systemischen Immuntherapie (SIT), zu haben. Neben Anamnese und klinischer Untersuchung spielen v. a. Allergietests eine wichtige Rolle in der Diagnostik. In-vivo-Tests wie der Patch-, Prick- oder Scratch-Test oder auch die Allergenexposition bergen die Gefahr einer lokalen bis hin zur systemischen, anaphylaktischen Reaktion und sind damit ein Risiko für den Patienten. In-vitro-Allergietests bieten hier eine bewährte, verlässliche und reproduzierbare Methode, bei der keine potentiell gefährlichen Nebenwirkungen wie bei den invivo-Tests auftreten können. Die zur Verfügung stehenden in-vitro-Tests lassen sich in allgemeine Marker zur Abschätzung des Risikos für eine Allergie oder der aktuellen Aktivität und in spezifische Tests einteilen. Unspezifische Marker mit hinreichender klinischer Evidenz für einen sinnvollen Einsatz in der Routinediagnostik sind Gesamt-IgE, ECP, Tryptase im Serum und Methylhistamin im Urin. Gut etablierte und mit Studien untermauerte Tests zum Nachweis einer spezifischen humoralen allergischen Immunantwort sind IgE-Immunoassays, basierend auf Allergenextrakten, aufgereinigten oder rekombinant hergestellten Allergenen oder Basophilenstimulationstests. Zum Nachweis einer zellulären spezifischen allergischen Reaktion kann der Lymphozytentransformationstest (LTT) oder der ELISPOT-Test eingesetztwerden. Schlüsselwörter: Basophilenaktivierungstest, spezifisches IgE, molekulare Allergiediagnostik, rekombinante Allergene, Lymphozytentransformationstest (LTT)

 

Autor und Referent


Humanwissenschaftliches Zentrum
der Ludwig-Maximilians-Universität München
und synlab Medizinisches Versorgungszentrum Nürnberg

Zertifizierung (Kat. D - Einzellernen)

Kursdauer bis 27.01.2015
Bis zu 3 CME-Punkte.
Bearbeitungszeit: 45 Minuten
Qualifizierung durch Lernerfolgskontrolle.
Teilnahme ist kostenfrei.

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