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Genetische Barriere

Die genetische Barriere ist ein Maß für die Schwelle, die ein Virus überwinden muss, um eine Resistenz zu entwickeln. Resistenzmutationen bewirken, dass zur Hemmung der Virusreplikation höhere Plasmakonzentrationen einer Substanz erforderlich sind; die so genannte EC50, nimmt zu.

Ungeboosterte Proteaseinhibitoren und NRTIs weisen in der Regel eine höhere genetische Barriere auf als NNRTIs. Proteaseinhibitoren haben geringe Wirkspiegel, dafür ist bei ihnen die Resistenzzunahme pro Mutation gering. NNRTIs weisen dagegen hohe Medikamentenspiegel auf und eine einzelne Mutation kann eine Resistenz gegenüber der gesamten Medikamentenklasse vermitteln.

Die "Boosterung" von Proteaseinhibitoren erhöht den Abstand zur EC50, gleichzeitig ist eine größere Anzahl an Mutationen ist zur Entwicklung einer Resistenz erforderlich.

Abb. Genetische Barrieren bei NNRTIs sowie bei geboosterten und ungeboosterten Proteaseinhibitoren.

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