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Wahrscheinlichkeit der Resistenzentwicklung

HAART hat zum Ziel, die Vermehrung der HI-Viren so gut wie möglich zu supprimieren. Grundsätzlich können im Rahmen einer HAART drei Szenarien im Hinblick auf die Resistenzentwicklung unterschieden werden:

  • Ohne HAART fehlt der Selektionsdruck für HI-Viren; die Entwicklung einer Resistenz ist unwahrscheinlich.
  • Das Risiko einer Resistenzentwicklung unter HAART ist am geringsten, wenn sich das HI-Virus nicht vermehren kann. Bei optimaler HAART entstehen daher kaum neue Viruskopien, die Entwicklung von Resistenzen ist unwahrscheinlich.
  • Wird dieses Ziel bei suboptimaler HAART allerdings verfehlt, entstehen trotz antiretroviraler Substanzen neue Virus-Kopien und es kann zur Entwicklung resistenter Viren kommen.

Abb. Wahrscheinlichkeit der Resistenzentwicklung unter HAART (Schema).

Prädiktoren für die Entwicklung einer Resistenz:
Als Prädiktoren für Resistenz wurden identifiziert:

  • Adhärenz
  • Anzahl CD4-positiver Zellen zu Beginn der Behandlung
  • Medikamentenspiegel
  • Ausgangs-Viruslast
  • Gebrauch von i. v.-Drogen

Neben der Klasse der eingesetzten HIV-Medikamente (siehe folgender Abschnitt) spielt die höhere antivirale Potenz der Substanzen, die heute üblicherweise verabreicht werden, eine Rolle. Wirksamere Substanzen supprimieren die Virusreplikation effektiver und vermindern damit das Resistenzrisiko.

Keine Prädiktoren einer Resistenz sind dagegen Alter, Geschlecht, AIDS, Jahr des Beginns der antiretroviralen Therapie, Regime (Proteaseinhibitoren versus NNRTI).

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