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Selektionsdruck und Resistenzentwicklung

Fällt die Plasmakonzentration einer antiretroviralen Substanz, können sich HI-Viren in Abhängigkeit von der Höhe der Plasmakonzentration wieder vermehren (gelber Bereich der Grafik). Für die Entwicklung von Resistenzen sind der Selektionsdruck und die Dauer des Selektionsdrucks auf HI-Viren entscheidend. Fällt die Plasmakonzentration einer Substanz mit einer kurzen Halbwertszeit rasch ab, durchlaufen HI-Viren nur eine kurze Zeit des maximalen Selektionsdrucks. Im Gegensatz dazu durchlaufen Substanzen mit einer langen Halbwertszeit, deren Plasmakonzentration nicht optimal ist, ein längeres Zeitintervall mit hohem Selektionsdruck.

Das Risiko einer Selektion resistenter HI-Viren besteht also vor allem dann, wenn Patienten antiretrovirale Substanzen mit langer Halbwertszeit unregelmäßig einnehmen oder absetzen.

Abb. Selektionsdruck in Abhängigkeit von der Halbwertszeit einer antiretroviralen Substanz; HWZ, Halbwertszeit.

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