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Risikofaktoren für die Adhärenz

Viele HIV-Patienten sind erstaunlich adhärent. Selbst in meinem persönlichen Umfeld gibt es Menschen, die z. B. sogar am Wochenende und auch im Urlaub morgens extra zur sonst gewohnten Zeit aufstehen um die antiretroviralen Medikamente einzunehmen.

Größere Sorgen bereiten dagegen die Patienten, die zwar adhärent sind, allerdings auch z. B. öfter mal die Einnahme vergessen und/oder mehr oder weniger bewusst die Einnahme unterlassen.

Auf Grund der besonderen Resistenzlage bei HIV sind das die Patienten mit dem höchsten Risiko einer Resistenzentwicklung.

Wie kann man nun diesen besonders gefährdeten Patienten helfen?

Auch in diesen Fällen ist sicherlich die wirksamste "Waffe" im Kampf gegen Non-Adhärenz das Arzt-Patienten-Gespräch.

Versuchen Sie immer wieder, diesen Menschen die Wichtigkeit der möglichst absoluten Adhärenz deutlich zu machen. Besonders eignen sich dazu z. B. Besprechungen von neuen Immunwerten (Viruslast, CD4-Zellzahl, etc.).

Nutzen Sie z. B. den Abfall von CD4-Zellen ganz konkret, um den Zusammenhang zwischen Viruslast, CD4-Zellen und der regelmäßigen Einnahme der Medikation deutlich zu machen.

Die Entstehung von Resistenzen ist pathophysiologisch nicht leicht verständlich und schwer vermittelbar. Es wird immer Patienten geben, die die komplexen Zusammenhänge intellektuell nicht verstehen (z. B. Sprachschwierigkeiten, Bildungsniveau, u. a.). Für diese Patientengruppe ist dann in besonderem Maße das Vertrauen in ihren Behandler nötig, also eine tragfähige Arzt–Patienten-Beziehung.

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