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TDM: Interaktionen zwischen antiretroviralen Substanzen

Arzneimittelinteraktionen müssen auch im Rahmen der antiretroviralen Kombinationstherapie selbst berücksichtigt werden.

Tab. Hepatische Enzyminhibition und –hemmung durch antiretrovirale Substanzen (Auswahl, modifiziert nach (48))

* r = "Boost"-Dosis von Ritonavir; ** Saquinavir kann P450 3A4 ohne klinische Konsequenz in vitro inhibieren.

Beispiel: Tipranavir-"Boost" mit Ritonavir
Die Inhibition von Cytochrom-/P-Glykoprotein-Enzymen durch Ritonavir wird im Rahmen der "Boosterung" therapeutisch genutzt.

Abb. Ritonavir erhöht Cmax., AUCT1/2, und Cmin. von Tipranavir. Die Kombination von Tipranavir mit Ritonavir führt zu einer Nettoinhibition von Cytochrom P450 3A. Cmax., Spitzenkonzentration; Cmin., Talspiegel; AUC, Fläche unter der Kurve.

Die Kombination von Ritonavir mit einem anderen Proteaseinhibitor, z. B. Tipranavir, erhöht dessen Konzentration und verlängert dessen Halbwertszeit deutlich. Dadurch steigt die Bioverfügbarkeit der Substanz mit der Folge einer größeren antiretroviralen Wirksamkeit und Sicherheit. Zudem kann die Dosis des anderen Proteaseinhibitors reduziert und das Einnahmeintervall verlängert werden – was sich oft positiv auf die Adhärenz auswirkt. (46)

Tipp
Es existieren diverse Internet-basierte Interaktionsdatenbanken, die Hilfestellungen bei der Abschätzung des Interaktionspotentials von Kombinationen und Komedikationen geben können, z. B.:

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