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Maßnahmen zur Verbesserung der Compliance

Es gibt sicher kein Patentrezept zur Verbesserung der Compliance von Patienten, die eine Inhalationstherapie benötigen. Dazu kommt noch die Schwierigkeit zu erkennen, ob Patienten und in welchem Umfang sie die Therapieanweisungen nicht befolgen.

Folgende Maßnahmen können die Compliance von Patienten mit Aerosoltherapie - in Ergänzung zu den bereits genannten Möglichkeiten (siehe Modul "Therapiecompliance von Patienten mit Asthma bronchiale und chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung") - fördern (38, 39, 40).

Adäquate Vorbereitung des Arztes

  • Kenntnis von Funktion und korrekter Anwendung des Inhalators
  • Verständnis für das Konzept einer Partnerschaft mit dem Patienten
  • Fähigkeit, mit dem Patienten zu kommunizieren
  • Erkennung möglicher Compliance-Barrieren wie Sprache, Kognition, psychologischer Hintergrund des Patienten
  • Hinzuziehung von Sozialarbeitern oder psychiatrischer Unterstützung, falls notwendig

Inhalationstechnik:

  • Beurteilung und Kontrolle der Inhalationstechnik des Patienten zu Beginn der Behandlung und im weiteren Verlauf
  • Ggf. Wechsel auf ein für den individuellen Patienten besser geeignetes Inhalationssystem

Therapieplan:

  • Ausstellung eines schriftlichen Therapieplans, der die Art der jeweiligen Anwendungen und Zeiten beinhaltet

Einfaches Therapieregime

  • Bevorzugter Einsatz einer einmal oder zweimal täglichen Dosierung, d. h. lang wirksamer β2-Agonisten
  • Bevorzugter Einsatz von Aerosol-Kombinationen

Patientenschulung

  • Wirkung, Anwendung, Funktion, Nebenwirkungen inhalierbarer Medikamente, insbesondere von Kortikoiden
  • Vermittlung realistischer Erwartungen an die Medikation
  • Ernsthaftigkeit der Erkrankung und Risiken, falls Medikamente nicht korrekt angewendet werden
  • Durchführung von Lungenfunktionsuntersuchungen zur Dokumentation der Erkrankungsschwere und Wirksamkeit der Therapie