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Pulverinhalatoren

Engl.: Dry powder inhalers, DPI

Der erste Pulverinhalator wurde 1971 von Bell und Kollegen unter dem Namen Spinhaler für die Inhalation von Cromoglycinsäure eingeführt (16). Inzwischen sind eine Reihe von Weiter- und Neuentwicklungen auf dem Markt.

Charakteristika

Bei diesen Inhalationssystemen werden Arzneimittel in Pulverform ohne zusätzliche Treibmittel für die Inhalation zugänglich gemacht. Durch die atemzuggetriggerte Partikelfreisetzung hängen Freigabe der Dosis und Deposition des Wirkstoffs von einem kräftigen Inspirationsfluss ab. Das Pulver muss zur Desagglomeration der Wirkstoffpartikel schnell und kräftig eingeatmet werden. Die so erzielte hohe Teilchengeschwindigkeit führt allerdings zu einer frühen Abscheidung des Wirkstoffs. Nachdem der Patient die Luft angehalten hat, erfolgt die Ausatmung.

Vorteile Nachteile
  • Atemzuggetriggert
  • Geringere Koordination durch den Patienten im Vergleich mit pMDI erforderlich
  • Klein und tragbar
  • Kurze Anwendungszeit
  • Ohne Treibgas
  • Meist mit Dosiszähler
  • Dosisabgabe hängt stark vom Atemflussrate ab: DPI erfordern höhere Flussraten
  • Höhere oropharyngeale Wirkstoffdeposition möglich
  • Wirkstofffreisetzung bei hoher Luftfeuchtigkeit verschlechtert
Modifiziert nach (10, 11).