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Treibgas-Dosieraerosole

Engl.: Pressurized metered-dose inhalers, pMDI

Die ersten treibgasbetriebenen Dosieraerosole wurden 1955 von den Riker Laboratories entwickelt (12, 13).

Charakteristika

Treibgasgetriebene Dosieraerosole werden überwiegend als hand- oder druckausgelöste Inhalationssysteme eingesetzt ("press and breath"). Dabei werden in kurzen Sprühstößen Partikel mit einer hohen Geschwindigkeit freigesetzt. In der Regel handelt es sich um Suspensionsaerosole. Patienten müssen das Dosierspray auslösen und gleichzeitig tief und langsam einatmen. Dann wird die Luft angehalten (möglichst bis ca. 10 Sekunden) und es erfolgt die Ausatmung.

Vorteile Nachteile
  • Tragbar und kompakt
  • Kurze Anwendungszeit ohne spezielle Vorbereitung
  • Keine Kontamination des Dosieraerosol-Inhalts möglich
  • Hohe Reproduzierbarkeit von Dosis zu Dosis
  • Hohe Anforderungen an die Koordination von Auslösung des Sprühstoßes und Beginn der Inspiration
  • Das Gerät muss ausgelöst werden
  • Hohe oropharyngeale Deposition
  • Schwierige Einschätzung verbleibender Dosen
  • Enthalten Treibgase (FCKW oder Hydroflouralkan, HFA)
Modifiziert nach (10, 11).

Um das Problem der Koordination zwischen Auslösung des Sprühstoßes und Beginn der Inspiration zu minimieren, wurden als Inhalationshilfen so genannte Spacer sowie atemzuggetriggerte Inhalationssysteme entwickelt (10, 14, 15). Bei großvolumigen Spacern mit Inspirationsventil verbleibt das Aerosol für eine bestimmte Zeit im Spacer, sodass eine geringere Koordination vom Auslösen des Sprühstoßes mit der Inspiration notwendig ist. Kleinere Spacer dienen als Distanzhalter zur Verminderung der Aufprallgeschwindigkeit auf die Rachenhinterwand.