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Exkurs: Gelenkblutung

Gelenkblutungen entstehen in der Regel als Folge von traumatischen Schädigungen von kleinen und kleinsten Gefäßen während alltäglicher Bewegungen. Das Auftreten von Blutungen wird dabei durch eine instabile Muskelführung oder eine Überstrapazierung des Muskel-Band-Apparates der Gelenke begünstigt (3).

Bei unzureichender Erstbehandlung besteht die Gefahr der Ausbildung eines "target joints" (Zielgelenks). Durch reaktive Veränderungen, z. B. eine Synovitis, steigt wiederum die Blutungsbereitschaft und -frequenz. Auch die mit einer Ruhigstellung des Gelenks einhergehende Muskelatrophie führt zu einem Stabilitätsverlust und kann die Blutungsneigung steigern.

Bei den Gelenkblutungen sind am häufigsten Knie (45 %) und Ellbogen (30 %) betroffen.

Circulus vitiosus

Bei nicht adäquater Therapie kann sich ein Teufelskreis ausbilden, der im Laufe der Jahre zu irreversiblen knöchernen Veränderungen und am Ende zur Verkrüppelung der Gelenke führt (3).

Abbildung: Entwicklung der hämophilen Arthropathie

Gelenkblutungen am Beispiel des Kniegelenks