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Rasse und ethnische Abstammung

Der Defekt im FVIII-Gen ist nicht der einzige Risikofaktor für eine Inhibitorbildung. Es wurde postuliert, dass ethnische Unterschiede bei der Prävalenz von Inhibitoren Ausdruck von Polymorphismen der für die Immunantwort zuständigen Gene sein könnten. (2)

Doppelt so hohes Risiko bei afrikanischer Abstammung

Hämophiliepatienten afrikanischer Abstammung weisen ein doppelt so hohes Risiko für die Bildung von Inhibitoren auf als Patienten kaukasischer (europäischer) Abstammung – eine Tatsache, die sich nicht auf das vorliegende Spektrum an FVIII-Mutationstypen zurückführen lässt. (25)

Risiko für die Bildung von Inhibitoren in Abhängigkeit der ethnischen Abstammung (25)

Balkendiagramm: Risiko für die Bildung von Inhibitoren in Abhängigkeit der ethnischen Abstammung

Unterschiedliche Reaktivität des Immunsystems

Darüber hinaus scheinen Patienten afrikanischer Abstammung auch von bestimmten anderen Immunkrankheiten stärker betroffen zu sein als Patienten kaukasischer (europäischer) Abstammung. Dies deutet auf mögliche ethnische Unterschiede in Hinblick auf die Reaktivität des Immunsystems hin. (8, 12)