cme.medlearning.de - CME Logo

Anatomie des Kniegelenks

Knochen

Das Kniegelenk besteht aus dem Femur, der Tibia, der Fibula und der Kniescheibe. Es ist ein muskelgeführtes Gelenk, bei dem verschiedene sehr unterschiedlich konfigurierte Oberflächen miteinander kommunizieren. Dabei ist die Oberfläche des Femurs deutlich größer als die der Tibia. Daraus resultiert als innere Kniegelenkkinematik eine Kombination aus Rollen und Gleiten.

Grafik: Anatomie des Kniegelenks

Ein weiterer gelenkbildender Partner ist die Kniescheibe, die zwischen den Femurkondylen gleitet. Ihre Aufgabe ist die verbesserte Kraftübertragung des Oberschenkelstreckmuskels auf das Kniegelenk.

Kapsel-Bandapparat

Gesichert ist das Knie durch einen komplexen Kapsel-Bandapparat:

  • Im Kniegelenk selbst begrenzen das vordere und hintere Kreuzband Bewegungen, die über das normale Maß hinausgehen.
  • Außerhalb des Kniegelenkes sind es vor allen Dingen das Außenband, das vom Fibulaköpfchen zum lateralen Kondylus zieht, und das Innenband, das vom medialen Kondylus zum Tibiaplateau zieht und auf seinem Weg mit dem Innenmeniskus verwachsen ist.

Menisci

Die Kniebinnenscheiben (Menisci) dienen dem Kongruenzausgleich und sind hochbewegliche Strukturen, die sich während der Kniebeugung von vorne nach hinten bewegen. Sie dienen nicht der Lastübertragung oder dem Lastausgleich.

Bewegungen

Die Bewegungsmöglichkeiten des Kniegelenkes sind

  • Beugung
  • Streckung
  • sowie Rotation nach innen und nach außen.